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Industrielle Revolution Zusammenfassung

Unter der industriellen Revolution versteht man den Übergang von der Agrar- zur Industriegesellschaft mit der dadurch verbundenen Umgestaltung der wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse. Ausgangspunkt der industriellen Revolution war Großbritannien Ende des 18. Jahrhunderts. Dort fand man insbesondere in der Textilindustrie immer häufiger Maschinen vor, die den gesamten Produktionsprozess deutlich effizienter gestalteten. So soll nach Marx unter anderem die Spinnmaschine und der mechanische Webstuhl zu den bedeutendsten Erfindungen der Industriellen Revolution gezählt haben.

Nach dem die Handarbeit in einigen Industrien durch die Mechanisierung abgelöst bzw. ergänzt wurde, folgten darauf die Dampfmaschinen, die auch noch heute als Symbol für die Industrielle Revolution gelten. Durch die Dampflokomotiven, die die Entwicklung der Dampfmaschine erst möglich gemacht hatte, konnten nun auch Waren in kürzester Zeit und zu vergleichsweisen geringen Kosten zum Zielort gebracht werden.


Mit dem Siegeszug der Maschinen stieg gleichermaßen die Nachfrage nach Brennstoffen an. Der Kohleabbau wurde mit einem Schlag lukrativ, da die Nachfrage nach dem „Schwarzen Gold“ nahezu unstillbar war. Neben Kohle stand auch das Eisen hoch im Kurs, war es doch das Ausgangsmaterial für Maschinen oder Eisenbahnen. Mit dem sogenannten Puddelverfahren, konnte ab dem Anfang des 19. Jahrhunderts aus Steinkohle Schmiedeeisen (heute sagt man dazu Stahl) hergestellt werden. Auch dies sorgte für einen weiteren Kohlebedarf.

Industrielle Revolution in Deutschland

In Deutschland begann die Industrielle Revolution erst deutlich später als in Großbritannien. Sie setze etwa Mitte des 19. Jahrhunderts ein. Ein Grund für den verspäteten Start liegt unter anderem darin begründet, dass Deutschland im Vergleich zu England im 18. Jahrhundert noch aus einer Vielzahl von Einzelstaaten bestand. Erst 1803 erzwang Napoleon die Neuordnung Deutschlands. Auch die Bauernbefreiung und die Gewerbefreiheit legte den Grundbaustein für die Industriellen Revolution in Deutschland. Als Treiber der Industriellen Revolution erweist sich der Eisenbahnbau, dieser wiederum benötigte viel Eisen und für die Eisenproduktion benötigte es wiederum Kohle, ein Kreislauf der ganz schnell eine industrielle Eigendynamik entwickelte.

Wie auch schon in England profitierten von der Industriellen Revolution bestimmte Regionen in Deutschland deutlich mehr. So entwickelte sich beispielsweise das Ruhrgebiet zum Zentrum der Kohleförderung. Mitten drin die Firma Krupp, die einer der Hauptakteure in der Industriellen Revolution in Deutschland und auch ganz Europa war.

Soziale Missstände

Während der Industriellen Revolution in Deutschland gab es auch ein rasantes Bevölkerungswachstum. Fortschritte in Hygiene und Medizin sowie keine großen Kriege machten dies möglich. Hinzu kam eine große Landflucht, bei der es die Menschen vom Land in die Stadt zog um dort ihren Lebensunterhalt in einer Fabrik zu verdienen. Der Wunsch auf ein besseres Leben wurde aber den wenigsten erfüllt. Falls sie Arbeit fanden, war diese meist menschenunwürdig und sehr schlecht bezahlt.

Weitere Entwicklung

Die Arbeiter merkten rasch, dass sie sich zusammenschließen mussten, um nicht im Rad der Industrie zerquetscht zu werden. Es entstanden Arbeitervereine, die Vorläufer der heutigen Gewerkschaften, in denen sich die Arbeiter zusammenschlossen, um so von den Industriellen gehört zu werden. Die Folgenden waren unter anderem Sozialgesetze, wie Krankenversicherungen, Unfallversicherungen usw.

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