Warum kam es zum Kalten Krieg?


Hitler Deutschland war durch die Allianz der Westmächte (USA, England und Frankreich) und der Ostmächte (UdSSR) besiegt und dennoch herrscht auch nach Kriegsende kein Frieden auf der Welt. Es bahnte sich der Kalte Krieg zwischen den USA und der UdSSR an. Aber warum und wie kam es zum Kalten Krieg?

Die Kriegsallianz zwischen den beiden Supermächten zerbrach nach dem Krieg schnell. Zu unterschiedlich waren die beide Wertevorstellung. Auf der einen Seite standen die westlichen Staaten, die durch ihre demokratische Bürgergesellschaft und einer liberalen Marktwirtschaft geprägt waren. Auf der anderen Seite stand die Sowjetunion mit einem autoritär gelenkten Aufbau eines sozialistisch-kommunistischen Staates. Beide Seiten hatte mit dem besiegten Deutschland eigene Pläne und konnte sich nicht auf einen gemeinsamen Mittelweg einigen.

Grund dafür war auch ein gegenseitiges Misstrauen, dass nach dem Krieg herrschte. Die UdSSR musste im 2. Weltkrieg schwere Niederlagen einstecken und zahlten einen hohen Blutzoll. Die USA hingegen ging gestärkt aus dem 2. Weltkrieg hervir. Zwar hatten die Amerikaner auch Verluste zu erleiden, diese hielten sich aber auf die Gesamtopfer betrachtet im “Rahmen”. Militärisch waren sie mit der Atombombe eine unangreifbare Macht, der Krieg hatte zudem die Wirtschaftskraft enorm angekurbelt.

Während Stalin sich nun vor eine amerikanische Aggression fürchtete, machte man sich auf amerikanische Seite über den Einfluss der UdSSR in den besiegten Staaten Sorgen. Es legte sich der “Eiserne Vorhang” mitten durch Europa.

Kritik am jeweils anderen gab es zu genügend. So rügte Stalin beispielsweise, dass die US-Regierung es ablehnte die US-Atomwaffen unter internationale Kontrolle zu stellen oder aber auch das Ausbleiben von Reparationslieferungen aus der amerikanischen Besatzungszone. Auf Seiten der USA hingegen beklagte man beispielsweise das Hinauszögern der Räumung von nordpersischer Erdölgebiete oder angebliche russische Einmischungen in einen kommunistischen Aufstand in Griechenland.

Es herrschte eine vergiftete Stimmung und die beiden Fronten verhärteten sich. So gab es mit der Truman-Doktrin eine neue Außenpolitik der USA. Mit dem Konzept des “containment” (Eindämmung) sollte der Vormarsch des Kommunismus aufgehalten werden. Aus Furcht vor einer sowjetischen Expansion, reagierten die USA mit militärischer Aufrüstung und wirtschaftlicher Hilfe für “gefährdete Staaten”. Eine bekannte wirtschaftliche Förderung ist beispielsweise der Marshall-Plan, der insbesondere westeuropäische Staaten Finanzhilfen für den Wiederaufbau in Milliardenhöhe zusagte.
Auf militärischer Ebene wurde die NATO gegründet der eine weitere Verbindung zu den westeuropäischen Staaten und der USA festigen sollte. Während die westeuropäischen Staaten sich vom Bündnis Schutz durch die amerikanischen Atomwaffen versprach, profitierte die USA durch Stützpunkte und durch die Unterstützung von nichtamerikanischen Truppen.

Der Osten musste natürlich reagieren. Als Antwort auf den Marshall-Plan folgt die Gründung des Kommunistischen Informationsbüro (Kominform). Die Teilnahme am Marshall-Plan untersagt die Sowjetunion den osteuropäischen Ländern, auf die zudem nun das stalinistische Herrschaftssystem übertragen wurde. Anschließend folgte 1955 mit dem Warschauer Pakte das Gegenstück zur NATO.

Während alldem lief das militärische Wettrüsten ungebremst. In einem Kriegsfall sollte jeder der Seiten unverzüglich mit gleicher Härte zurückschlagen können. Durch diese “Zweitschlagfähigkeit” sollte den Gegner erst gar nicht auf die Idee kommen, einen Angriff zu starten. So entstand das “Gleichgewicht des Schreckens”.



One Response to “Warum kam es zum Kalten Krieg?”

  1. Christian Says:

    Die USA misstraute den Sowjets sicher schon vor 1945.
    Das Bündnis war von Anfang an eine Zweckgemeinschaft, da Hitler kurzfristig für die USA ein größeres Problem darstellte.

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