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Wer waren die Cherusker?

cherusker infos

Die Cherusker waren ein Stamm in dem ehemaligen Germanien und damit des heutigen Deutschlands. Die Cherusker entstanden aus den Germanen des Nordens des heutigen Deutschlands sowie den Bewohnern des Vorharzes. Geführt wurde der Stamm unter anderem von Arminius, welcher als einer der größten Feldherrn in die Geschichte einging. Es handelte sich bei den Cheruskern im Gegensatz zu anderen Stämmen wie den Römern eher um einen kleineren Stamm. Dieser erlangte aber durch geschichtliche Ereignisse wie die Varusschlacht eine besondere Bedeutung. Außerdem haben die Cherusker maßgeblich die Geschichte geprägt. Nachfolgend erfährt man vieles mehr über die Cherusker.

Wann lebten die Cherusker?

Die Entstehung des Stammes der Cherusker lässt sich auf das 3. Jahrhundert vor Christus zurückführen. Zu dieser Zeit befanden sich nur wenige Hundert Stammesmitglieder unter den Cheruskern. Mit der Zeit wuchs der Stamm allerdings. Ihre erste Erwähnung in einem geschichtlichen Ereignis finden die Cherusker im Jahre 53 vor Christus. Hier war der Stamm in den gallischen Krieg Julius Caesars involviert. Vor allem während der ersten Jahrzehnte nach Christus werden die Cherusker aber geschichtlich erwähnt. Zu dieser Zeit fanden mehrere Kriege und Schlachten statt, in welche diese involviert waren. Das Ende der Cherusker lässt sich circa um die Jahre 88 bis 100 nach Christus anordnen. Zu dieser Zeit verliert sich der Name der Cherusker. Somit waren die Cherusker für circa 400 Jahre präsent, bevor sie sich in andere Stämme aufteilten beziehungsweise teilweise von anderen Stämmen übernommen wurden.

Wo lebten die Cherusker?

Das Gebiet der Cherusker erstreckte sich zu beiden Seiten der Weser. Außerdem befanden sich diese zwischen der Weser, der Elbe und dem Harz. Die nördlichen Gebiete der Cherusker grenzten an die Gebiete der Angrivarier an. Im Süden wiederum grenzten die Gebiete der Cherusker an die Gebiete der Chatten an. Außerdem grenzten die Cherusker an den Teutoburger Wald an. Hier fand auch ein der wichtigsten Schlachten des Stammes statt. Heutige Städte, welche sich in den ehemaligen Gebieten der Cherusker befinden, sind unter anderem Hannover, Hameln und Hildesheim.

Welche geschichtliche Rolle spielten die Cherusker zu ihrer Zeit?

Die Cherusker spielten um die Lebzeiten Christis herum eine entscheidende Rolle für die Entwicklung Germaniens. Es fanden zu dieser Zeit eine Vielzahl von Schlachten statt, in welche der Stamm involviert war. Diese Schlachten resultierten vor allem aus den Zusammentreffen mit dem römischen Reich, welches zu der gleichen Zeit existierte. So hatten die Cherusker in den Jahren vor der Geburt Christi immer wieder mit Vernichtunsfeldzügen der Römer zu kämpfen. Diese wurden von dem römischen Feldherren Drusus unternommen. Während dieser Feldzüge wurden die Cherusker außerdem immer wieder unterworfen. Besonders entscheidend für die Geschichte des Stammes ist, dass während dieser frühen Feldzüge Arminius - der Sohn des Cheruskerführers Segimer - als Geisel genommen wurde und nach Rom verschleppt wurde. Hier wurde Arminius mehrere Jahre gefangen gehalten. Zunächst besetzten die Römer zu dieser Zeit die Germanen und insbesondere die Cherusker.

Während seiner Zeit in Rom diente Arminius in der römischen Armee. Hier lernte dieser die Stärken und Schwächen der römischen Armee genau kennen. Als der Vater von Arminius verstarb, konnte dieser nach Germanien zurückkehren, wo er das Erbe seines Vaters übernahm und somit die Macht der Cherusker übernahm. Hier sah Arminius allerdings, wie die Römer seine eigenen Leute behandelte und kam somit mit einem Plan auf, um gegen die Römer vorzugehen. Zunächst verbündete Arminius die Cherusker mit einigen anderen germanischen Stämmen, um anschließend die Römer zu überfallen. Im Jahre 9 nach Christus griffen die Germanen unter Arminius' Führung die am Rande des Teutoburger Waldes angesiedelten Truppen von dem römischen Stadthalter Varus an. In der berühmten Varusschlacht wurden die römischen Legionen, welche vor Ort stationiert waren vollkommen von Arminius und seinen Truppen zerstört. Die Cherusker spielten hier eine entscheidende Rolle und sorgten dafür, dass die Römer hohe Verluste einstecken mussten.

Im Jahre 14 nach Christus versuchten die Römer erneut, die Germanen und insbesondere die Cherusker anzugreifen, um auf die vorherige Varusschlacht zu reagieren. Jedoch blieb der Versuch des Angriffs der Römer zu einem großen Teil ohne Erfolg. Das war vor allem darauf zurückzuführen, dass die Cherusker ihre Gebiete besser kannten und somit waren die Römer in den germanischen Gebieten sehr verwundbar. Die ausbleibenden Erfolge der Römer, Germanien zurückzuerlangen, sorgten dafür, dass Germanien letztendlich von den römischen Kolonien befreit wurde.

Was führte zu dem Niedergang der Cherusker

Der Niedergang der Cherusker wurde schon im Jahr 21 nach Christus eingeleitet. Zu dieser Zeit fand ein Anschlag auf Arminius aus den eigenen Reihen statt, bei welchem der Feldherr umgebracht wurde. Teilweise wird vermutet, dass der Anschlag durch das römische Reich eingeleitet wurde. Dies lässt sich allerdings nicht belegen. Mit dem Tod von Arminius wurden die Cherusker langsam in den Niedergang geleitet. Im Jahr 47 nach Christus wurde ein Herrscher aus Rom geboten, den Thron der Cherusker zu übernehmen. Es konnte sich zu dieser Zeit keine geeignete Führung der Cherusker finden. Der benachbarte Stamm der Chatten war mit solch einem Thron allerdings nicht einverstanden. Im Jahr 88 nach Christus wurde einer der letzten Könige der Cherusker - Chariomerus - von den Chatten vertrieben. Danach lösten sich die Cherusker langsam auf und legten einen langen Frieden mit den Chatten ein. Viel Cherusker gingen nun zu den Chatten über und traten diese bei und teilten sich in weitere Stämme auf.

Bild von Essentiell von Pixabay

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