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Augustinus von Hippo

Augustinus von Hippo

Augustinus von Hippo ist unter vielen Namen bekannt. Dazu zählen beispielsweise Augustinus von Thagaste, Augustin, Aurelius Augustinus (allerdings nicht korrekt) oder auch einfach der „heilige Augustinus“. Nachfolgend wollen wir verkürzt nur noch von Augustinus sprechen. Augustinus wurde am 13. November 354 in Tagaste geboren und starb am 28. August 430 in Hippo Regius. Er zählt zu den bedeutendsten Philosophen seiner Zeit und war einer der vier lateinischen Kirchenlehrer der Spätantike. Und dennoch war Augustinus, wie auch schon sein Vater, Heide und ließ sich erst 387 taufen. Allerdings war seine Mutter Christin, sodass Augustinus selbst auch von ihr christlich erzogen wurde.

So heilig, wie ihn manche heute sehen, war Augustinus in seiner Jugendzeit nicht. Schon sehr früh ging er eine uneheliche Verbindung mit einer Frau ein, deren Namen nicht überliefert ist und bekam einen Sohn namens Adeodatus. Er selbst berichtete in seinen späteren Texten von seinen Ausschweifungen.
Er besuchte bis 370 die Schule in Thagaste und die Universität der Nachbarstadt Madauros. Ein Jahr später studierte er dann Rhetorik in Kathago. Später wird Augustinus dann Lehrer für Rhetorik in Thagaste (ab 375) ehe es ihn ein Jahr später wieder zurück nach Karthago und ab 383 nach Rom zog. Der Umzug nach Italien war maßgeblich für den weiteren Lebensweg des Augustinus verantwortlich. Schon ein Jahr später wurde er als Rhetoriklehrer nach Mailand berufen. Dort machte die Mutter ihren christlichen Einfluss auf ihren Sohn geltend. So trennte er sich dort von seiner Lebensgefährtin mit der er ein Kind hatte, um eine von der Mutter arrangierte Ehe mit einem christlichen Mädchen einzugehen. Bis diese Mädchen aber heiratsfähig war, lebte er noch zwei Jahre lang mit einer anderen Frau zusammen. Augustinus war zu dieser Zeit also alles andere als enthaltsam, dies sollte sich aber bald ändern.


So geriet er im Jahr 386 in eine intellektuelle, psychische und körperliche Krise, worauf er seinen Beruf aufgab. Ein Bekehrungserlebnis lies ihn wieder zurück ins Leben finden, wobei er ab sofort auf Ehe, Geschlechtsverkehr und den Beruf verzichtete. Er begann damit ein sogenanntes kontemplatives Leben zu führen.

Nach dem er sich mit seinen Verwandten und Freunden auf ein Landgut in Cassiciascum zurückzog, schrieb er dort zahlreiche Schriften und lies sich in der Osternacht vom 24. auf den 25. April 387 mit seinem Sohn Adeodatus und seinem Freund Alypius in Mailand von Ambrosius taufen. Anschließend bereitete er sich auf die Rückkehr nach Nordafrika vor. Bevor er Ende 388 in Karthago aber ankam, musste er ein Jahr zuvor den Tod seiner Mutter Monica beklagen. Von Karthago ging es zurück in Augustinus Familienbesitz in Thagaste, wo sein Sohn Adeodatus starb. Im Jahr 391 ging es weiter nach Hippo, wo er ein Kloster gründen wollte. Dort lies er sich von Bischof Valerius von Hippo zum Priester weihen, eher er im Jahr 394 zum Auxiliarbisch geweiht wurde. Als Valerius im Jahr 396 starb, wurde Augustinus Bischof von Hippo, ein Amt, das er bis zu seinem Tod innehatte. Er starb im Jahr 430 während der Belagerung Hippos durch die Vandalen.

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